Saubere Götter-Wirtschaft
08.03.2011

Saubere Götter-Wirtschaft

 
   
Unter dem Titel "Saubere Götter-Wirtschaft" berichtet Angela Bachmair in der Allgäuer Zeitung ausführlich darüber, wie Herbert Achternbusch sich mit der griechischen Mythologie beschäftigt.

So umfaßt die aktuelle Ausstellung neben Fotoserien von stefan moses und Barbara Gass über 60 großformatige Malereien.

"In den meisten Werken erzählt Achternbusch die Götter- und Heldengeschichten der griechischen Mythologie neu, lässt zusätzlich noch ein paar Denker wie Diogenes oder Sokrates oder Feldherrn wie Perikles, sogar die ägyptische Königin Hatscheptsut auftreten. (...)

So ernsthaft des Künstlers Beschäftigung mit der Antike auch sein mag: Achternbusch, der listige, lustvoll provozierende Infragesteller abgesegneter Gewissheiten, verzichtet natürlich nicht darauf, die Mythologie gegen den Strich zu bürsten. Das Trojanische Pferd ist bei ihm ein charmanter Exel; Pallas Athene quasi gezähmt durch Ornament-Raken; die schöne Helena strebt mit Siebenmeilenstiefeln eilends heim nach Troja. (...)

Flankiert werden die mythologischen Bilder von wunderbar poetischen Blattfolgen wie "Ochse und Hirt" (Ergebnis von Achternbuschs Beschäftigung mit dem Zen-Buddhismus, gemalt für Naomi, das jüngste seiner sechs Kinder) sowie der zart-beschwingten "Elephanten"-Serie. (...)

Die Schau in Marktoberdorf ermöglicht vielfältige Begegnungen mit einem Ausnahmekünstler in Bayern. "Jetzt mal ich nix mehr!" - das bekräftigt der Titel, quasi als Grund, sich diese Begegnung nicht entgehen zu lassen."

Bilder

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