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Benjamin Bergmann. Post Scriptum

 
   
Die zumeist raumgreifenden Werke des 1968 geborenen Bildhauers Benjamin Bergmann stehen in der Tradition gebauter Traumwelten. Dabei strahlen Bergmanns Objekte oft einen unfertigen Charakter aus, teilweise erscheinen seine Arbeiten, als müssten sie jeden Augenblick auseinander fallen. Das entspricht der Intention des Künstlers, dem Begriffe wie Ewigkeit und Perfektion suspekt sind. Vielmehr sind es die Gegensätze, die Benjamin Bergmann anziehen und Teil seines bildnerischen Kosmos’ sind: Helligkeit und Dunkelheit, Schönes wie Grobes, Perfektes wie Unfertiges, Erwartung und Enttäuschung. Bergmanns radikaler Umgang mit den Materialien und eine ins Absurde gesteigerte Funktionalität lassen seine Skulpturen als Werkzeuge einer subversiven Welterkundung verstehen, in der das Prinzip des Scheiterns zu einer Kategorie des Schönen erhoben wird. Die für den Betrachter oftmals physisch erfahrbaren „Bilder“ spiegeln das Leben als ein energetisch aufgeladenes und geheimnisvolles „Theatrum Sacrum“ wider, in dem Wissen und Nicht-Wissen, Geheimnis und Erkenntnis gleichberechtigt gültig sind.
Das Künstlerhaus Marktoberdorf zeigt in der Ausstellung „Benjamin Bergmann. Post Scriptum“ eine Werkauswahl aus den letzten zehn Schaffensjahren des Künstlers. Neben einigen seiner frühen Performances wie „Fast-Food-Restaurant“ (2000) und „Heaven“ (2001), sind auch skulpturale Arbeiten zu sehen, die eigens für den Ort konzipiert wurden („Himmelstürmer I“, 2010). Benjamin Bergmann widmet die Ausstellung Post Scriptum seinem 1993 verstorbenen Freund, dem Schriftsteller und Filmemacher Philipp Schmid.
Benjamin Bergmann (geb. 1968 in Würzburg) schloss nach einer klassischen Ausbildung zum Bildhauer erfolgreich ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München ab. Zahlreiche Preise und Stipendien, eine beachtliche Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, permanente Installationen in München, Berlin und London zeichnen ihn als einen der aktivsten Künstler der deutschen Kunstszene aus.

Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Franz Schmid Stiftung ermöglicht.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bilder

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